BIO ist das Minimum!

Nein, ich glaube nicht, dass ich länger lebe weil ich BIO esse. 

Und ja, es gibt wohl auch Betrug und Gaunereien bei der bio-Kennzeichnung – aber nicht häufiger als es Betrug und Gaunereien insgesamt gibt (z. B. beim Kreditvertrag, beim Autokauf, mit Trickbetrügereien am Telefon etc.).

Ich kaufe BIO, weil der biologische Anbau (von Lebensmitteln, Baumwolle etc.) sooo viel weniger Probleme mit sich bringt
und für viele der aktuell lebensbedrohlichen Herausforderungen
(Klimawandel, Artensterben, Dürre und Überschwemmungen, Gift im Trinkwasser und in unseren Böden)
gute, tragfähige, zukunftstaugliche LÖSUNGEN bereit hält.

Ich bin immer wieder erstaunt und überrascht, wie viele kluge, gebildete, achtsame und umsichtige Menschen in meinem Umfeld das nicht sehen und nicht ebenso konsequent handhaben.
Wir sind ein kleines Seminarhaus in einem Naturschutzgebiet. Zu uns kommen Menschen, die sich nach Rückverbindung mit der Natur, nach einem nachhaltigen Lebensstil, nach einer sinnhaften Lebensgestaltung und nach HEILUNG sehnen. Und doch ist es so, dass sie meist Lebensmittel „im Gepäck“ haben, die aus konventionellem Anbau stammen.

(Viele Naturfreunde tragen ausserdem „Funktionskleidung“ – die cool und nach „Outdoor“ aussieht, aber aus Kunstfaser besteht, die bei jedem Waschvorgang und spätestens an ihrem Lebensende zu problematischem Mikroplastik wird!) 

Wir leben in einer mehr oder weniger gut funktionierenden Demokratie, in der wir alle vier Jahre darüber abstimmen, welche politischen Entscheidungen getroffen werden sollen. Leider gibt es keine Möglichkeit, die gewählten politischen Repräsentanten dann in die Verantwortung zu nehmen, damit sie ihre Wahlversprechen auch in die Tat umsetzen.

Aber wir stimmen TÄGLICH mit unserem Geldbeutel darüber ab, wie unsere Böden bewirtschaftet werden sollen, wie wir mit Trinkwasser umgehen, ob wir Artenschutz betreiben oder nicht. Täglich! Mit jedem Einkauf. 

Früher kam an dieser Stelle zuverlässig der Einwand „BIO kann ich mir nicht leisten“ – meist von Leuten, die teure Autos fuhren, mehrmals im Jahr Urlaubsreisen unternahmen, modisch immer auf dem neuesten Stand gekleidet waren. Inzwischen gibt es bezahlbares BIO in den Discountern
(auch wenn mir klar ist, dass das wiederum für viele Betriebe, Hofläden, persönlich geführte kleine Bio-Läden existenzgefährdend ist).

BIO ist also KEIN Luxusgut mehr – aber NICHT BIO können wir uns definitiv nicht mehr leisten!

Sepp Braun, ein Bio-Landwirt der seit 28 Jahren durch praktisches TUN das Thema Boden und Nachhaltigkeit erforscht, hat einen 15minütigen Vortrag bei der Andechser Bio-Molkerei gehalten, der alle wesentlichen Themen enthält und von Lösungen erzählt: CO2-Speicherung, Trockenheit und Starkregenereignisse, Artenschutz, Gesundheit von Mensch und Tier. 15 Minuten, die ermutigend sind, weil sie Lösungen aufzeigen –
15 Minuten, die sich lohnen: 
Sepp Braun Vortrag bei Andechser Molkerei

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