Im Keltischen Jahreskreis beginnt das neue Jahr an Samhain, am ersten November. Es beginnt in der Dunkelheit, so, wie (fast) jedes Leben auf der Erde in der Dunkelheit seinen Anfang nimmt. Im dunklen Schoss der Mutter, in der geborgenen Dunkelheit der Erde.

Da liegt etwas in dunkler Erde, im Schoss der großen Mutter.
Es ist ein Samen, der erste zarte Wurzeln treibt, gequollen in der Feuchtigkeit des Herbstes.
Er träumt vom Frühling, von Wärme und von Licht,
er wartet geduldig auf die richtigen Bedingungen
um seinen zarten, starken Keim empor zu strecken, zu wachsen
und sein volles Potential zu entfalten.

Vom Feuer der Wandelzeit

Wandelzeit – das kann ich gut. Das ist etwas, das ich gut kenne.
Ich bin in meinem Leben durch tiefe Verwandlungen gegangen – schmerzhafte, furchteinflössende Prozesse. Aber jeder dieser Prozesse hat mich am Ende MIR SELBST näher gebracht. Mit jeder Erschütterung, jedem Erdbeben ist Ballast weggebrochen und mein Leben ist wahrhaftiger und WESENtlicher geworden. Mit dieser Erkenntnis lässt die Furcht nach und wächst das Vertrauen. Ja, aus Furcht vor wird Bereitschaft zu und Lust auf Umbruch, Verwandlung und Erneuerung!

Mein Beinbruch vor knapp einem Jahr hat wieder einen Um- und Aufbruch eingeläutet. Jeden Morgen sitze ich am kleinen Wandel-Feuer einer Kerze, an manchen Tagen entzünde ich ein größeres Feuer im Steinkreis oder auf dem Drachenberg. Ein Feuer der Wandelzeit.

Oft haben sich mir Freundinnen und Freunde, Weggefährtinnen und -gefährten anvertraut in ihren Wandelzeiten. Ich erlebe es immer als kostbaren Zeit-Raum, wenn die harte Schale aus Schutz, Sicherheit, Routine und Gewohnheit bröckelt und zerbricht und der zarte, lichte Kern spürbar wird. Wandelzeit begleiten kann ich gut. Ich liebe es!

Es wird oft gesagt, dass wir als Menschheit gerade jetzt eine große Zeit des Wandels erleben. Ich weiß nicht ob das stimmt, ob wir das nicht IMMER getan haben…wenn ich in der Geschichte zurück blicke und versuche, mich in all die Umbrüche und Veränderungen der Vergangenheit einzufühlen, dann erscheinen sie mir fast immer gewaltig und riesengroß.

Die besondere Herausforderung unserer Zeit liegt wohl darin, dass es um unser grundsätzliches Überleben als Menschheit geht und alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten von unserem Tun und Handeln betroffen sind. Wir sind so viele wie nie zuvor, es wird so eng und drängend wie nie zuvor, keine und keiner kann sich den Konsequenzen entziehen.

Ver-Wandlungen – im Großen wie im Kleinen – werden meist aus Krisen geboren. Wenn das Alte nicht mehr trägt, wenn der gewohnte Weg nicht mehr zum Ziel führt, wenn das alte Ziel nicht mehr erstrebenswert ist, wenn unsere alltäglichen Strategien nicht mehr funktionieren, erleben wir das als Krise. Eine Krise ist kostbar, denn sie ruft immer den ganzen Menschen auf den Plan, dann ist all unsere Kraft und Präsenz gefordert.

Ich erlebe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein starkes und immer stärker werdendes Ringen um Wahrhaftigkeit, Sinnhaftigkeit, eine drängende Suche und Sehnsucht nach Rückverbindung in den großen Kreis des Lebens. Das Feuer der Wandelzeit brennt und lodert, es lockt und ruft, es wärmt und nährt, schenkt Kraft und fordert heraus.

Wer willst Du in 200 Jahren gewesen sein?
Wie will das Leben Dich öffnen und weiten, welches Geschenk bringst ihm dar?
Was braucht es, damit Du – wenn es an der Zeit ist – dankbar, zufrieden und erfüllt loslassen kannst?

Ich habe den Impuls, gemeinschaftlich an diesem Feuer der Wandelzeit zu sitzen.
Einen Kreis zu initiieren, in dem wir uns gegenseitig begleiten, einander Zeugen sind, uns unsere Wandel-Geschichten erzählen, uns darin unterstützen wahrhaftig zu sein und zutiefst lebendig zu werden.

Ich will tanzen mit denen, die sich der Verwandlung öffnen, die der Spur des Lebendigen folgen.
Ich will mit denen sein, die das Feuer der Liebe in ihrem Inneren hüten und eine Kultur der Dankbarkeit pflegen.
Ich will fürsorgliche Sterbebegleitung für die Raupe sein und liebevolle Geburtshelferin für den Schmetterling.

Ich weiß noch nicht genau, wie ich diese Einladung konkret formulieren werde, welche Form der gemeinsame Kreis am Wandelfeuer haben wird. Aber der Samen hat erste zarte Wurzeln getrieben, er ist gequollen in der Feuchtigkeit des Herbstes, und wartet auf die richtigen Bedingungen um zu wachsen und sein Potential zu entfalten.

Und es kam der Tag,
da das Risiko, in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde, als das Risiko zu erblühen.
(ANAIS NIN)

Am Morgen meines Geburtstags im März 2023 habe ich mir das Sprunggelenk gebrochen. Ich war gerade dabei, unsere Tiere mit Frühstück zu versorgen – ein Frühlingshauch lag in der Luft, die Vögel zwitscherten und mein Blick war zum Himmel gerichtet. Da rutschte ich auf einer verschlammten Granitbodenplatte aus, knickte um und es knackte so laut und eindeutig, dass sofort klar war: da ist was kaputt.
Eine halbe Stunde später waren wir im Krankenhaus in Wörth und zwei Stunden später war ich im OP.

Sechs Wochen absolute Ruhe. Danach: langsame Aufbauphase, mindestens ein halbes Jahr stark eingeschränkt in meiner Beweglichkeit, ein Jahr bis alles ganz verheilt ist. Jeder und jede der/die einen Garten bewirtschaftet weiß: völlig falscher Zeitpunkt! Oder aber: genau der richtige Zeitpunkt. Denn es war ein not-wendiger full stopp.

Es ist schwer zu erklären, denn wir leben hier unseren Traum. Alles was wir tun ist selbst gewählt und selbst bestimmt.
Und doch gibt es in unserem Leben die gleiche Falle wie in jedem anderen: Es gibt den inneren Antreiber, für den es nie genug ist. Der beim Blick in den Garten nicht all die Schönheit sieht sondern all die unerledigten Arbeiten. Der sich nicht an den jungen Hecken und Bäumen erfreut sondern die Lücken sieht, die noch bepflanzt werden sollten. Schon längst! Der einen Ruhetag erst gestattet, wenn ALLES erledigt ist – also nie. Der die Messlatte sofort höher legt, sobald das Ziel erreicht ist. Kennst Du das auch? Das Leben mit einem so gestrengen Herren?

Ich erinnere mich, dass ich beim Einatmen der lauen Frühlingsluft dachte: „oh wie wunderbar, es wird Frühling!“ Und im nächsten Moment: „oh je, hoffentlich schaff’ ich alles, was dann ansteht..“.

Im vergangenen Jahr (also 2022) fühlte ich mich oft gefangen in einem Hamsterrad aus mehr und immer mehr. Ich sah das bei vollem Bewusstsein und fand doch den Ausweg nicht. Nun – mein Körper war schon immer schlauer als ich. Er hat den Ausweg für mich gefunden, ganz leicht, und er hat mir ein „Sabatical“ zum Geburtstag geschenkt…

Was daraus folgte war eine intensive Mischung aus Freude, Dankbarkeit und tief empfundenem Glück und zugleich unerträgliche Hilflosigkeit, Verzweiflung, körperlicher Schmerz und das Gefühl abgrundtiefer Wertlosigkeit. Wer bin ich, wenn ich NICHTS schaffe? Was bin ich wert, wenn ich nicht arbeite? Wie kann ich es aushalten, auf die Hilfe und Fürsorge anderer angewiesen zu sein?

Die Aussicht, in diesem Jahr nicht zu säen, nicht zu ernten und Stefan mit all der Hege und Pflege allein zu lassen – mehr noch: ihm zuzumuten, dass er auch mich hegen und pflegen muss! – das war eine echte Herausforderung. Stefan war anfangs absolut überfordert damit, den Überblick zu behalten und alle meine täglichen Arbeiten in seine Arbeitsroutine zu integrieren. Zudem musste er mich zu Physio-Terminen chauffieren und zum Arzt begleiten. Es war für uns beide eine ziemliche „Challenge“. Einmal mehr wurde uns bewußt, wie sehr unser Leben und Arbeiten uns miteinander verwebt und verbindet. Wir erkannten, dass mein Beinbruch irgendwie auch sein Beinbruch ist – das WIR uns eines unserer vier gemeinsamen Beine gebrochen haben.

Und so haben wir alles auf den Prüfstein gelegt, haben jeden Baustein unseres täglichen Schaffens in Frage gestellt und überlegt, was wir brauchen, was wir vermissen würden, was wir loslassen können.

Ein Geschenk in dieser Zeit waren unsere Kinder und liebe Freunde, die uns tatkräftig unterstützt haben. Sie sind einfach gekommen, haben geputzt, gewaschen, gekocht und gebacken, haben Erdbeerbeete gejätet, geplaudert, erzählt und gelacht. Das war starke Medizin!

Wir haben einen Teil unserer Tiere verschenkt (bzw. gegen Spende an back-to-life abgegeben) – Hühner, Gänse, drei junge Ziegen. Sie sind alle in liebevolle Hände gekommen, haben eine gute neue Heimat gefunden. Wir haben die Hälfte des Gemüsegartens mit Gründüngung eingesät und ruhen lassen. Die restlichen Beete hat Stefan dick eingemulcht und ich habe Kohl, Kürbis, Zucchinis, Bohnen und Mais nicht wie sonst aufwendig vorgezogen, sondern Anfang Juni einfach die Samen in die Beete gesteckt. Und erstaunt festgestellt, dass auf diese Weise blitzschnell besonders kräftige Pflanzen  wachsen, die NICHT von Wühlmäusen vernichtet werden! (Vermutlich weil sie ihre Wurzeln von Anfang an weit verzweigt anlegen und Mäusefraß nicht die ganze Pflanze killt).

gemulchtes Beet im Gemüsegarten

Durch mein Ausgebremst-sein ist Stefan letztlich noch mehr in seine Kraft gekommen. Für ihn ist es tatsächlich gut, MEHR zu arbeiten, er mag es, sich zu verausgaben und von Zeit zu Zeit seine Grenzen auszuloten – während es mir gut tut, WENIGER zu machen, inne zu halten und still zu werden.
Der Garten hat mir gezeigt, dass es möglich ist, NICHT zu säen und trotzdem üppig zu ernten! Ich habe all die wilden Kräuter genutzt, die sowieso immer und überall von alleine wachsen und den Kulturpflanzen in Vitalität, Inhaltsstoffen und Aroma weit überlegen sind. Und all die mehrjährigen Pflanzen in unserem Garten (alle Beerensträucher, Rhabarber, Salatrauke, guter Heinrich, Obst- und Nussbäume) haben so reich getragen, dass es locker bis zur nächsten Ernte reicht.

Tomatenvielfalt auch im Sabatical

Mein Bein ist gut verheilt, aber mein Körper hat noch ein paar mal „nachgelegt“, damit ich meine Lektion auch wirklich lerne und nicht zurück falle in alte Muster: Im Sommer hatte ich eine Borreliose, die Dank homöopathischer Nosode gut abgeklungen ist und seit Juli quält mich eine „frozen shoulder“. Ich bin gut aufgehoben in den Händen von Ute Pankratius, einer ausgezeichneten Physiotherapeutin aus Regensburg, und habe von Nina Hehn wohltuende TUINA-Behandlungen bekommen, die für „Tauwetter“ sorgen. Langsam, ganz langsam wird mein „linker Flügel“ wieder beweglicher.

Heute Morgen lag ein erster Hauch von Frühling in der Luft…..und es ist eine Freude zu spüren, dass ich wieder so sehr LUST auf Garten und Arbeit habe! Ich kann wieder spüren, dass es ein Geschenk ist, all die Dinge tun zu können, die unser Leben hier am Hof bestimmen!

schon jetzt in Vorfreude auf die kommende Heuernte

An einigen Ideen wird noch gebrütet…aber hier ist eine erste

Übersicht über Seminare und Veranstaltungen in 2024

21. bis 24. März 2024 Wildniswandern: Jahresausbildung Wildnispädagogik
– geschlossene Gruppe – mit Martin Derez und Matthias Blaß

Der Ausflug auf die Webseite von Wildniswandern lohnt sich! Eine Fülle wert-voller Seminare, Ausbildungen, Trekkingtouren, Wildniswissen…. Zur Webseite von Wildniswandern

 

Matthias hat ausserdem ein sehr besonderes Buch geschrieben: “Freundschaft mit der Natur” – sich verwurzeln, Kraft schöpfen und den Himmel berühren….
Die Sprache dieses Buches ist behutsam und sanft, voller Achtung und Liebe zur Natur und zu uns Menschen als ein Teil von ihr. Das Buch hat eine eigene Internetseite: Freundschaft mit der Natur

 

10. bis 15. Juni 2024: Nachtreffen zur Frauen-Visionssuche aus 2023
– geschlossene Gruppe – mit Christiane Tutschner und Gudrun Fischer
Christiane Tutschner Institut – Startseite
Gudrun Fischer – Institut für Körper, Trance und Tanz

 

10. bis 23. Juil 2024: Männer-Visionssuche mit Geseko von Lüpke und Hansjörg Dräger
Alle Infos zur Männervisionssuche mit Geseko und Hansjörg 2024
Und hier hab’ ich ein Interview mit  Geseko über die Visionssuche

 

4. bis 15. September 2024: Herzwärts – Visionssuche für Frauen und Männer
mit Angela Schmid und Ursula Wältring
Alle Infos findest Du auf der Webseite von Ursula: Wandelweberei – Visionssuche herzwärts!

Ursula und Angela mit Hündin Ada

 

03. bis 06. Oktober 2024: Atme Dich frei – Intense Breathwork Retreat
Dein Atem kann alles verändern! Erfahre selbst, wie Du Dich und Dein Leben allein mit Hilfe bewusster Atmung transformieren kannst und sei herzlich eingeladen zu unserem Breathwork Retreat.

Es erwarten Dich intensive Atemprozesse mit Conscious Connected Breathwork (Holotropes Atmen), Live Musik und Cacao-Zeremonie, Meditation und Tanz, Impulse, Gespräch und Stille. Tauche tief ein in Dein Inneres und lass Dich ein auf Dein größtes Abenteuer: Du selbst. Weitere Infos in Kürze!

Kontakt: Nina Hehn (Tel: 0162/2902501 Email: info@breathdance.de) und Eva Haberl (_.atem.weise._)

Rückblick auf neun Jahre am Höllbachhof

Im Februar vor neun Jahren haben wir den Höllbachhof übernommen. Die Gemeinschaft, die den Hof vor uns bewohnt und mit Leben gefüllt hat, hatte sich aufgelöst. Ich kann mich noch so gut erinnern….

Es war tiefster Winter als wir hier angekommen sind. Alles war in Schnee gehüllt, er glitzerte in der Sonne und die Landschaft, der Hof und das gesamte Höllbachtal war ein Wintermärchen. Was für ein Einstand.

Linde vor dem Seminarhaus - Wintermärchen

Linde vor dem Seminarhaus im Sonnenschein

Da war große Freude, tausend Ideen und viel Tatendrang, aber auch ein banges Gefühl und die Frage, ob wir uns hier gut einleben werden, ob wir uns und unser Potential richtig einschätzen oder ob wir uns übernehmen würden. Ob es uns als Paar hier gut gehen wird und wie die „Ureinwohner“ im Dorf uns begegnen werden.

Einige aus der Gemeinschaft hatten uns zum Abschied gewarnt – dieser Ort hätte es in sich, er würde uns mit unseren Schatten konfrontieren und wäre ein schwieriger Boden für Partnerschaften. Angefühlt hat es sich für uns ganz anders.

Und dann haben wir einfach angefangen.
Wir haben uns unser Nest behaglich gemacht – die dunkle Holzvertäfelung aus der Stube ab- und große Fenster eingebaut. Wenn wir jetzt am Esstisch sitzen, fällt unser Blick auf den Hof – wir sehen die Vögel, unsere Hühner und Gänse, unser Pfauenmädchen.

Aus dem„Office“ wurde unser Schlafzimmer, ein stiller Raum in dem wir ruhig und wohl geborgen sind. Ebenerdig, so dass wir auch nachts in geerdeter Verbindung mit dem Hof und all seinen tierischen Bewohnern bleiben.

Die Zimmer im Südteil des ersten Stocks haben wir ausgebaut zu schlichten, behaglichen Gästezimmern.

Das Seminarhaus haben wir für die Nutzung als solches zunächst einmal baurechtlich genehmigen lassen. Wir haben eine Küche eingebaut und einen gemütlichen Essbereich geschaffen, damit das Seminarhaus unabhängig von unserem privaten Wohnbereich genutzt werden kann. Wir haben ein stabiles neues Treppengeländer, Tische für den Essbereich, schöne Vollholzbetten für die Matrazenschlafplätze gebaut und ein Sideboard für’s Geschirr gekauft.

Wir haben die Energieversorgung am Hof komplett umgekrempelt:
Die alte Ölheizung haben wir durch eine leistungsstarke Scheitholzheizung ersetzt, die super sauber verbrennt und sehr effizient arbeitet. Wir haben eine Wärmeleitung über den Hof gelegt, so dass auch das Duschhaus und das rote Häuschen an die Scheitholzheizung angeschlossen sind, weil das effektiver ist als viele kleine Einzelöfen. Wir haben eine Photovoltaikanlage auf’s Dach gebaut und einen Batteriespeicher im Haus angeschlossen, so dass wir knapp 80 Prozent
unseres Strombedarfs damit abdecken.

Haupthaus mit großen Fenstern und Solaranlage

Wir haben eine große Regenwasserzisterne mit 18.000 Litern Volumen in die Erde versenkt und den ehemaligen Klärteich ausgebaggert und abgedichtet, so dass ein großzügiger Amphibienteich entstanden ist.

Wir haben die Scheune erweitert, damit wir unsere landwirtschaftlichen Geräte gut verstauen können und genug Lagerraum für Heu, Stroh und Getreide vorhanden ist.

Scheunenanbau

Wir haben eine große Streuobstwiese und viele hundert Meter Wildhecken angelegt, rund 80 Rosenbüsche, eine Vielzahl an Kräutern, Blumen und Stauden, Beerensträucher, Wein und Nußbäume gepflanzt.

frisch gepflanzte Hecke

Auf einer Fläche mit schlechtem Schotterboden (vermutlich der Aushub vom Seminarhaus) haben wir intensiv Humusaufbau betrieben und einen kleinen Waldgarten angelegt.

Auf dem Acker haben wir mit 120 Erlenbäumchen eine Baumfeldwirtschaft (Agroforstsystem) begründet und unsere Wiesen mähen wir spät und sehr behutsam, so dass sich Kräuter und Wildblumen aussäen und Insekten jederzeit Schutz und Nahrung finden können.

Unser Garten und der Acker versorgt uns über’s gesamte Jahr mit Obst und Gemüse, Kartoffeln und Getreide, die Tiere schenken uns Eier, Milch und Fleisch und auch das Futter für unsere Tiere wächst hier: Kräuter und Gräser für duftendes Heu; Weizen, Gerste, Hafer und saftige Futterrüben.

Streuobstwiese mit Rosen

Am Waldrand hinter dem Hof wohnen zwei Bienenvölker. Betreut werden sie von lieben Freunden – erfahrene Imker aus Schillertswiesen, die von uns im Tausch dafür mit Milch und Käse versorgt werden.

Unsere großen Projekte sind verwirklicht. Alles wächst, blüht und gedeiht und die lebendige Vielfalt an Pflanzen und Wildtieren nimmt zu. Es ist gut und erfüllend, den Hof und alles Leben hier zu hegen und zu pflegen. Und jetzt sind wir gespannt ob etwas Neues entsteht, wenn sich das materielle Schaffen und Erschaffen soweit erfüllt hat!

Die „Ureinwohner“ aus Postfelden begegneten uns von Anfang an offen, freundlich und wohlwollend und wir haben echte Freunde gefunden.

Die Gäste, die für Seminare zu uns kommen, bereichern und inspirieren uns. Immer wieder entwickeln sich wert-volle Gespräche und schöne Begegnungen. Es ist eine Freude, die Schönheit, die Kraft und den Frieden dieses Ortes mit anderen zu teilen!

In all den Jahren ist die Liebe zwischen Stefan und mir weiter gewachsen und hat sich vertieft. Sie nährt die Liebe zum diesem Ort und die Liebe zu diesem Ort nährt wiederum die Liebe zwischen uns. Vor zwei Jahren haben wir geheiratet.
Wir erleben diesen Ort als guten Boden für unsere Partnerschaft.

Die Idee dafür entstand, als Angela Schmid und Ursula Wältring im September 2021 mit einer Gruppe zur Visionssuche hier am Hof waren:
Sie haben aus Steinen einen “Schwellenkreis” unter die Kronen der beiden Linden am Seminarhaus gelegt. Dieser Steinkreis hat uns auf Anhieb berührt – es war, als würde dieser Platz von einem solchen Steinkreis “träumen” und uns nun davon erzählen.

Wir haben verschiedene “Varianten” durchdacht, haben nach Inspiration gesucht, das Medizinrad-Praxisbuch von Sun Bear ebenso zur Hand genommen wie in “Bauanleitungen” für keltische Jahresräder geschmökert.

Noch eine Idee kam dann von einer der Teilnehmerinnen der Frauen-Visionssuche aus 2022:  auch sie hatte einen Steinkreis gebaut – einen Stein für jeden Monat und die damit verbundenen Qualitäten.

 

Es hat fast zwei Jahre gedauert, bis mein inneres Bild von unserem Steinkreis fertig war, bis ich nicht länger einer “Bauanleitung” folgen musste, sondern aus eigenem Wissen, aus eigener Intuition wusste, welche Steine wo ihren Platz finden werden.

13 Steine haben wir dafür gesammelt und in der Silvesternacht 2022/23 zu einem Kreis gelegt – mancher von ihnen weit gereist, einer aus der Tiefe der Umarmung einer Eichenwurzel entwachsen, die meisten “Ureinwohner” des Höllbachtals.

Wir haben sie mit einem Feuer Willkommen geheissen und widmen diesen Steinkreis den Qualitäten von Dankbarkeit, Demut und Vertrauen.

 

Vor gut zwei Wochen hat es hier noch einmal heftig geschneit. Schwerer, nasser Schnee hat über Nacht alles mit einer 40 cm hohe Decke überzogen. Viele Bäume konnten diese Last nicht tragen und sind gebrochen, die Straßen waren blockiert und auch der Weg um den Höllbachhof war von umgestürzten Bäumen versperrt. Direkt danach gab es starken Frost, minus 10 Grad nachts – der Winter hat sich zum Abschied noch einmal von seiner mächtigen Seite gezeigt.

Gestern hat Tauwetter eingesetzt, der Schnee schmilzt in Rekordgeschwindigkeit und überall kommen Schneeglöckchen und Winterlinge zum Vorschein.

Passend dazu war die Luft gestern in den Morgenstunden zum ersten mal wieder vom Gesang der Stare erfüllt – sie sind zurück!  Ein untrügliches Zeichen für das Erwachen des Frühlings 🙂
Jahr für Jahr fällt eine ganze “Starenbande” ein bei uns, übermütig, keck und sehr selbstbewußt nehmen sie die gut gefüllten Futterhäuschen ein, besetzten die Spitzen der hohen Birken und Ahörner, begutachten unsere Nistkästen um zu entscheiden, wo sie sich einquartieren, brüten und ihre Jungen groß ziehen werden.
Sie sind eine Ohren- und Augenweide: ihr Gefieder sieht aus, als wäre es mit kleinen weißen Perlen besetzt, im Sonnenlicht funkelt es petrolfarben und glänzend schwarz.

LINK zum “Starenportrait” des NABU

 

Im Phänologischen Kalender wird diese Zeit jetzt als “Vorfrühling” bezeichnet.
Der Winter ist noch nicht ganz abgezogen, aber blühende Haselnussbüsche, Schneeglöckchen und Winterlinge feiern bereits das Erwachen der Natur.

Wir sichten in dieser Zeit unser Saatgut, erstellen Pflanzpläne und Anfang März beginnen wir mit den Anzucht von Tomaten und Paprika….schon in großer Vorfreude auf die kommende Gartenzeit!!

…..und das Neue noch nicht trägt:

Visionssuche für Erwachsene
Sommer 2023

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Visionssuche für Frauen

mit Christiane Tutschner und Gudrun Fischer
Naturerfahrung, Körperarbeit, Trancetanz und Tracehaltungen
22. Juni bis 3. Juli 2023
Infos als PDF  Visionssuche 23
und bei Christiane-Tutschner-Institut

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18. bis 31. Juli 2023:

Visionssuche für Männer
mit Geseko von Lüpke

Infos und Anmeldung bei Geseko,
email: v.Luepke@geseko.de

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herzwärts! …vom Wurzeln und Wandeln

6. bis 17. September 2023

Angela Schmid und Anke Krieger
laden dich zu ihrem  Herzensprojekt ein, in dem sie zwei kraftvolle, uralte Rituale in der Natur verwoben haben:
die Visionssuche und die rituelle Maskenarbeit.
Infos und Anmeldung unter Primelgrün – Visionssuche herzwärts

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Weitere Seminare und Ausbildungen in 2024:

 

 Tanzpädagogik-Ausbildung mit Michaela Brandl
vom “Institut Heilende Kräfte im Tanz HKIT”

Der Einführungsworkshop findet statt von 14. bis 17. März 2024
Die Ausbildung selbst erstreckt sich dann über sechs Module, beginnend im Mai 2024.
Alle Infos dazu findest Du hier:
Institut Heilende Kräfte im Tanz HKIT

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Bitte wende Dich für alle Infos zu den einzelnen Seminaren, für Anmeldung und Zimmer/Schlafplatzbuchungen DIREKT an den Seminarveranstalter.

Das Gartenjahr liegt hinter uns, der Erdkeller, das Apfellager und die Gefrierschränke sind prall gefüllt. Wir hatten das große Glück, dass es hier (anders als in vielen Regionen) bis Anfang Juni ausreichend Regen gab, so dass unsere Obst- und Gemüsepflanzen gut wachsen und gedeihen konnten und üppig Frucht ansetzten.

Vor allem Beerenobst, Äpfel, Trauben und Zwetschgen gab es in nie erlebter Fülle! Bis Ende November (!!!) konnten wir noch täglich frische Himbeeren ernten 🙂

üppiger Wildwuchs im Gemüsegarten

Zwiebeln, Futter-rüben, Kartoffeln, Karotten und Kidney-Bohnen säen und pflanzen wir auf dem Acker, im Garten wachsen Salate, ver-schiedene Kohl-gemüse, Kürbis, Stangenbohnen, Lauch, Sellerie, Erdbeeren, Rote Beete, Mangold, Gurken und Fenchel. Die Tomaten be-wohnen das große Gewächshaus, Paprika, Andenbeere und Feigen stehen in Töpfen an der sonnigen Hauswand.

Überall verteilt wachsen Blumen und Kräuter, sorgen für die Gesundheit der Gemüsepflanzen und für ein großzügiges Nahrungsangebot an alle Insekten. Alles zusammen ergibt einen kraftvollen, leuchtenden und wunderschönen “Wildwuchs”, der mich einfach glücklich macht 🙂

Die Futterrüben, die Stefan Jahr für Jahr als Winterfutter für unsere Tiere sät, brauchen viel Pflege. Sie werden erst gesät, dann vereinzelt und regelmäßig gehackt, damit sie optimale Bedingungen haben. In diesem Jahr sind sie besonders gut gelungen – genau richtig, denn unsere Ziegenherde ist deutlich größer geworden! Im Mai haben unsere zweijährigen Ziegen zum ersten mal Lämmer geboren – drei Ziegenmütter mit insgesamt fünf Lämmern. Auch zwei unserer älteren Ziegen wurden noch einmal Mama: Loni hat Drillinge und Prinzessin Zwillinge. Insgesamt hüpften also zehn Lämmer über die Wiese, spielten, kletterten und verzauberten Wanderer und Seminargäste gleichermaßen.

Ganz klar, dass die Lämmer bei ihren Müttern aufwachsen, soviel Milch trinken dürfen wie sie nur können und sich so zu kräftigen, gesunden und schlauen Tieren entwickeln!

Im Herbst waren sie dann mit unserem Ziegenbock Henry und der Leitziege Alfi ohne ihre Mütter auf der Weide in Zumhof, wo sie sich zu einer selbstbewußten “Gang” entwickelt haben.

Mit dem ersten Schnee kommen sie zurück zum Hof, so dass wir jetzt eine Herde von insgesamt 17 Ziegen, drei Schafen und einer Eselin zu versorgen haben. Sie fressen das duftende Kräuterheu des Sommers und Stefan serviert ihnen jeden Abend eine großzügige Portion geschnippelte Futterrüben – frisch und knackig, leicht süss und super gesund. Sie lieben es! Und wenn sie dann in Reihe am Futtertrog stehen und zufrieden die knackigen Rüben fressen, ist das für Stefan der angemessene Lohn für viele Stunden Rübenhacken…

Die Corona-Pandemie als Turbo!

Seit Jahren widmen wir uns intensiv der Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Im großen Gemüsegarten, im Hühner- und Ziegenstall und in der Käseküchen wächst und entsteht alles, was wir uns wünschen und zum Teil so üppig, dass wir über unseren eigenen Bedarf hinaus auch unsere Familie und Freunde reich beschenken können.

Die Corona-Pandemie hat mir dann unmißverständlich gezeigt, dass es auch im Bereich der Heilkunde unerlässlich ist, die Verantwortung zurück zu holen, das alte Kräuterwissen auszugraben und mich intensiv mit Naturheilkunde und Homöopathie zu befassen.

In der Natur ist für jede Krankheit nicht nur ein Kraut gewachsen, sondern eine solche Vielfalt von Heilpflanzen, dass man das ganze Jahr über in der unmittelbaren Umgebung alles finden kann was heilt, was lindert und stärkt.

Kapuzinerkresse – Blatt mit Wasserperlen 

Die Erkenntnis, wie wichtig und wertvoll es ist, mich und meine Liebsten im Krankheitsfall gut versorgen zu können, hat mir einen unglaublichen Anschub versetzt.
Mit viel Elan, großer Neugier und wachem Geist belege ich online-Kurse in Phytotherapie und Homöopathie. Online, weil ich so die Möglichkeit habe, das Lernen und Erkunden in die Wintermonate zu “packen”.

An Samhain (31. Oktober) bin ich wieder in einen größeren Ausbildungszyklus eingetreten. Es ist eine Wildkräuter-Ausbildung im keltischen Jahreskreis, auf der Spur des alten Wissens, bei Birgit Vogt und Natur-Zeit. Diese Ausbildung umfasst viel von dem, was mir kostbar und wichtig ist – das Leben im Jahreskreis, das feiern der keltischen Jahreskreisfeste, die innige und liebevolle Verbindung zur Pflanzenwelt, das praktische Zubereiten von Heilmitteln und Speisen, das Zusammensein mit Gleichgesinnten.

Johannsikrautblüten

Johannsikrautblüten für Rotöl

Ich entdecke eine unglaubliche Fülle und spüre, wie kostbar es ist, im Bereich der Heilkunde kompetent zu werden, Bekanntschaft und Freundschaft mit den heimischen Wild- und Heilpflanzen zu schließen. Wenn ich dann mit großer Sorgfalt die gesammelten Kräuter, Wurzeln, Blüten und Samen zu Salben, Tinkturen und Tees zubereite, bin ich erfüllt von Dankbarkeit und weiß, dass das ein guter Weg ist für mich!

Pflanzen homöopathisch behandeln

Im vergangenen Garten- und Ackerjahr haben wir die spannende Entdeckung gemacht, dass Pflanzen hervorragend auf homöopathische Behandlung ansprechen!

Es begann mit einem Vortrag von Camilla Sherr auf der Plattform “United to heal”. Camilla erzählte davon, wie sie Kaffeepflanzen und Blumenfelder in Afrika homöopathisch gegen verschiedene Erkrankungen und Schädlinge behandelt hat. Und weil ich selbst mit Homöopathie bei mir und meinen Kindern beste Erfahrungen gemacht habe, war mein Interesse sofort geweckt!

Mir fiel das Buch “Homöopathie für Pflanzen” von Christiane Maute in die Hände. Ihre Tipps konnte ich gleich anwenden: Ein junges Pfirsichbäumchen litt unter starkem Lausbefall und bekam eine Behandlung mit Silicea in C30. Silicea stärkt die Blattstruktur, kräftigt die gesamte Pflanze und regt das Wachstum an. Die Läuse waren bereits am darauffolgenden Tag verschwunden, das Bäumchen hat sich schnell regeneriert und kräftige neue Blätter angesetzt!

 

 

 

Im Online-Kurs mit Camilla Sherr kam dann von einem Landwirt der Hinweis, dass er Homöopathie auch gegen Kartoffelkäfer einsetzt…… Nun, mit Kartoffelkäfern sind wir reich bestückt 😉  In den letzten Jahren war es unabwendbar Pflicht, hunderte von Käfern und Larven täglich in mühevoller Handarbeit von unseren Kartoffelpflanzen abzusammeln. Wenn es da eine giftfreie Erleichterung gäbe…..Whow!!!

Also habe ich mir den Kartoffelkäfer, Doryphora decemlineata, in einer Q-Potenz gekauft (das war die einzig erhältliche Potenz – Q steht für ein Verhältnis von 1 : 50.000), fünf Globulis in Wasser verschüttelt und jede einzelne Kartoffelpflanze damit eingesprüht. Die Wirkung war überwältigend! Wir waren nach wie vor täglich am Acker, haben aber nie mehr als 10 bis 15 Käfer gefunden. Ein unglaublicher Unterschied!! Kurz haben wir überlegt, ob es vielleicht insgesamt ein käferarmes Jahr ist – bis wir auf den Feldern in der Nachbarschaft die üblichen Mengen von Kartoffelkäfern entdeckt haben. Danach bestand für uns kein Zweifel mehr: die homöopathische Behandlung hat super funktioniert!

Junge Kartoffelpflanzen auf unserem Acker

 

Und noch einen Erfolg können wir verbuchen:
Die jungen Schwarzerlen auf dem Acker waren allesamt von Pilz befallen. Das erste Jahr, die Trockenheit – nicht die besten Bedingungen. Zuerst habe ich die Bäume mit Silicea C200 und Belladonna C30 behandelt. Es trat rasch eine deutliche Besserung ein, die sehr stark pilzbefallenen braunen Blätter fielen ab und frische, gesunde Blätter wuchsen nach.

Als die Bäume rund zwei Monate später noch einmal leichten Pilzbefall zeigten, habe ich sie mit einem homöopathischen Komplexmittel behandelt. Wieder erholten sie sich innerhalb von wenigen Tagen, die kranken Blätter fielen ab, gesunde Blätter wuchsen nach.

Camilla Sherr hat inzwischen ein umfassendes Behandlungskonzept ausgearbeitet – sie verhilft dem Boden zu einem gesunden Millieu, verabreicht fehlende Mineralien, stärkt Pflanzen gegen Fraßfeinde, Pilz- und Rostkrankheiten, stärkt die Blühkraft und sorgt für kräftigen Wuchs – alles mit homöopathischen Mitteln!

Wir werden uns in den nächsten Jahren eingehend damit beschäftigen und gerne über unsere Erfahrungen berichten 🙂