Das Gartenjahr liegt hinter uns, der Erdkeller, das Apfellager und die Gefrierschränke sind prall gefüllt. Wir hatten das große Glück, dass es hier (anders als in vielen Regionen) bis Anfang Juni ausreichend Regen gab, so dass unsere Obst- und Gemüsepflanzen gut wachsen und gedeihen konnten und üppig Frucht ansetzten.

Vor allem Beerenobst, Äpfel, Trauben und Zwetschgen gab es in nie erlebter Fülle! Bis Ende November (!!!) konnten wir noch täglich frische Himbeeren ernten 🙂

üppiger Wildwuchs im Gemüsegarten

Zwiebeln, Futter-rüben, Kartoffeln, Karotten und Kidney-Bohnen säen und pflanzen wir auf dem Acker, im Garten wachsen Salate, ver-schiedene Kohl-gemüse, Kürbis, Stangenbohnen, Lauch, Sellerie, Erdbeeren, Rote Beete, Mangold, Gurken und Fenchel. Die Tomaten be-wohnen das große Gewächshaus, Paprika, Andenbeere und Feigen stehen in Töpfen an der sonnigen Hauswand.

Überall verteilt wachsen Blumen und Kräuter, sorgen für die Gesundheit der Gemüsepflanzen und für ein großzügiges Nahrungsangebot an alle Insekten. Alles zusammen ergibt einen kraftvollen, leuchtenden und wunderschönen “Wildwuchs”, der mich einfach glücklich macht 🙂

Die Futterrüben, die Stefan Jahr für Jahr als Winterfutter für unsere Tiere sät, brauchen viel Pflege. Sie werden erst gesät, dann vereinzelt und regelmäßig gehackt, damit sie optimale Bedingungen haben. In diesem Jahr sind sie besonders gut gelungen – genau richtig, denn unsere Ziegenherde ist deutlich größer geworden! Im Mai haben unsere zweijährigen Ziegen zum ersten mal Lämmer geboren – drei Ziegenmütter mit insgesamt fünf Lämmern. Auch zwei unserer älteren Ziegen wurden noch einmal Mama: Loni hat Drillinge und Prinzessin Zwillinge. Insgesamt hüpften also zehn Lämmer über die Wiese, spielten, kletterten und verzauberten Wanderer und Seminargäste gleichermaßen.

Ganz klar, dass die Lämmer bei ihren Müttern aufwachsen, soviel Milch trinken dürfen wie sie nur können und sich so zu kräftigen, gesunden und schlauen Tieren entwickeln!

Im Herbst waren sie dann mit unserem Ziegenbock Henry und der Leitziege Alfi ohne ihre Mütter auf der Weide in Zumhof, wo sie sich zu einer selbstbewußten “Gang” entwickelt haben.

Mit dem ersten Schnee kommen sie zurück zum Hof, so dass wir jetzt eine Herde von insgesamt 17 Ziegen, drei Schafen und einer Eselin zu versorgen haben. Sie fressen das duftende Kräuterheu des Sommers und Stefan serviert ihnen jeden Abend eine großzügige Portion geschnippelte Futterrüben – frisch und knackig, leicht süss und super gesund. Sie lieben es! Und wenn sie dann in Reihe am Futtertrog stehen und zufrieden die knackigen Rüben fressen, ist das für Stefan der angemessene Lohn für viele Stunden Rübenhacken…

Die Corona-Pandemie als Turbo!

Seit Jahren widmen wir uns intensiv der Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Im großen Gemüsegarten, im Hühner- und Ziegenstall und in der Käseküchen wächst und entsteht alles, was wir uns wünschen und zum Teil so üppig, dass wir über unseren eigenen Bedarf hinaus auch unsere Familie und Freunde reich beschenken können.

Die Corona-Pandemie hat mir dann unmißverständlich gezeigt, dass es auch im Bereich der Heilkunde unerlässlich ist, die Verantwortung zurück zu holen, das alte Kräuterwissen auszugraben und mich intensiv mit Naturheilkunde und Homöopathie zu befassen.

In der Natur ist für jede Krankheit nicht nur ein Kraut gewachsen, sondern eine solche Vielfalt von Heilpflanzen, dass man das ganze Jahr über in der unmittelbaren Umgebung alles finden kann was heilt, was lindert und stärkt.

Kapuzinerkresse – Blatt mit Wasserperlen 

Die Erkenntnis, wie wichtig und wertvoll es ist, mich und meine Liebsten im Krankheitsfall gut versorgen zu können, hat mir einen unglaublichen Anschub versetzt.
Mit viel Elan, großer Neugier und wachem Geist belege ich online-Kurse in Phytotherapie und Homöopathie. Online, weil ich so die Möglichkeit habe, das Lernen und Erkunden in die Wintermonate zu “packen”.

An Samhain (31. Oktober) bin ich wieder in einen größeren Ausbildungszyklus eingetreten. Es ist eine Wildkräuter-Ausbildung im keltischen Jahreskreis, auf der Spur des alten Wissens, bei Birgit Vogt und Natur-Zeit. Diese Ausbildung umfasst viel von dem, was mir kostbar und wichtig ist – das Leben im Jahreskreis, das feiern der keltischen Jahreskreisfeste, die innige und liebevolle Verbindung zur Pflanzenwelt, das praktische Zubereiten von Heilmitteln und Speisen, das Zusammensein mit Gleichgesinnten.

Johannsikrautblüten

Johannsikrautblüten für Rotöl

Ich entdecke eine unglaubliche Fülle und spüre, wie kostbar es ist, im Bereich der Heilkunde kompetent zu werden, Bekanntschaft und Freundschaft mit den heimischen Wild- und Heilpflanzen zu schließen. Wenn ich dann mit großer Sorgfalt die gesammelten Kräuter, Wurzeln, Blüten und Samen zu Salben, Tinkturen und Tees zubereite, bin ich erfüllt von Dankbarkeit und weiß, dass das ein guter Weg ist für mich!

Pflanzen homöopathisch behandeln

Im vergangenen Garten- und Ackerjahr haben wir die spannende Entdeckung gemacht, dass Pflanzen hervorragend auf homöopathische Behandlung ansprechen!

Es begann mit einem Vortrag von Camilla Sherr auf der Plattform “United to heal”. Camilla erzählte davon, wie sie Kaffeepflanzen und Blumenfelder in Afrika homöopathisch gegen verschiedene Erkrankungen und Schädlinge behandelt hat. Und weil ich selbst mit Homöopathie bei mir und meinen Kindern beste Erfahrungen gemacht habe, war mein Interesse sofort geweckt!

Mir fiel das Buch “Homöopathie für Pflanzen” von Christiane Maute in die Hände. Ihre Tipps konnte ich gleich anwenden: Ein junges Pfirsichbäumchen litt unter starkem Lausbefall und bekam eine Behandlung mit Silicea in C30. Silicea stärkt die Blattstruktur, kräftigt die gesamte Pflanze und regt das Wachstum an. Die Läuse waren bereits am darauffolgenden Tag verschwunden, das Bäumchen hat sich schnell regeneriert und kräftige neue Blätter angesetzt!

 

 

 

Im Online-Kurs mit Camilla Sherr kam dann von einem Landwirt der Hinweis, dass er Homöopathie auch gegen Kartoffelkäfer einsetzt…… Nun, mit Kartoffelkäfern sind wir reich bestückt 😉  In den letzten Jahren war es unabwendbar Pflicht, hunderte von Käfern und Larven täglich in mühevoller Handarbeit von unseren Kartoffelpflanzen abzusammeln. Wenn es da eine giftfreie Erleichterung gäbe…..Whow!!!

Also habe ich mir den Kartoffelkäfer, Leptinotarsa decemlineata, in einer Q-Potenz gekauft (das war die einzig erhältliche Potenz – Q steht für ein Verhältnis von 1 : 50.000), fünf Globulis in Wasser verschüttelt und jede einzelne Kartoffelpflanze damit eingesprüht. Die Wirkung war überwältigend! Wir waren nach wie vor täglich am Acker, haben aber nie mehr als 10 bis 15 Käfer gefunden. Ein unglaublicher Unterschied!! Kurz haben wir überlegt, ob es vielleicht insgesamt ein käferarmes Jahr ist – bis wir auf den Feldern in der Nachbarschaft die üblichen Mengen von Kartoffelkäfern entdeckt haben. Danach bestand für uns kein Zweifel mehr: die homöopathische Behandlung hat super funktioniert!

Junge Kartoffelpflanzen auf unserem Acker

 

Und noch einen Erfolg können wir verbuchen:
Die jungen Schwarzerlen auf dem Acker waren allesamt von Pilz befallen. Das erste Jahr, die Trockenheit – nicht die besten Bedingungen. Zuerst habe ich die Bäume mit Silicea C200 und Belladonna C30 behandelt. Es trat rasch eine deutliche Besserung ein, die sehr stark pilzbefallenen braunen Blätter fielen ab und frische, gesunde Blätter wuchsen nach.

Als die Bäume rund zwei Monate später noch einmal leichten Pilzbefall zeigten, habe ich sie mit einem homöopathischen Komplexmittel behandelt. Wieder erholten sie sich innerhalb von wenigen Tagen, die kranken Blätter fielen ab, gesunde Blätter wuchsen nach.

Camilla Sherr hat inzwischen ein umfassendes Behandlungskonzept ausgearbeitet – sie verhilft dem Boden zu einem gesunden Millieu, verabreicht fehlende Mineralien, stärkt Pflanzen gegen Fraßfeinde, Pilz- und Rostkrankheiten, stärkt die Blühkraft und sorgt für kräftigen Wuchs – alles mit homöopathischen Mitteln!

Wir werden uns in den nächsten Jahren eingehend damit beschäftigen und gerne über unsere Erfahrungen berichten 🙂

 

Am 4. November 2021 haben wir geheiratet 🙂
Lange mussten wir nicht überlegen, wohin die Hochzeitsreise gehen soll: in Begleitung von 120 Schwarzerlen sind wir auf unseren Acker nach Zumhof gefahren und haben das gemacht, was wir am allerliebsten machen: Bäume pflanzen!

In vier langen Reihen stehen unsere “Erlenprinzessinnen” nun auf dem Acker.

Das Thema  “Agroforstwirtschaft”, auch “Baumfeldwirtschaft” genannt, bebrüten wir schon seit Jahren! Die Idee ist ebenso einfach wie genial: eine Ackerfläche (oder Heuwiese) wird mit langen Baumreihen bepflanzt. Wenn sich die Bäume gut eingelebt haben, spenden sie den Ackerfrüchten Schatten und Windschutz, holen mit ihren tiefen Wurzeln Wasser und Nährstoffe nach oben und weil es unter Bäumen und Sträuchern auch Stickstoffsammler gibt, schenken Sie dem Ackerboden wertvolle Nährstoffe aus ihrem Laub.

Baumfeldwirtschaft mit Getreide in Südfrankreich

In manchen Ländern und Regionen ist diese Art der Feldbewirtschaftung gang und gäbe, z. B. in Südfrankreich. Inzwischen gibt es dazu auch bei uns zahlreiche Studien von Universitäten und Instituten, die diese wertvolle Symbiose von Bäumen und Ackerfrüchten deutlich belegen. Es gibt gute Literatur und viele verschiedene Meinungen und Empfehlungen, welche Bäume sich besonders eignen.

Bei unseren Recherchen sind wir irgendwann dann glücklicherweise auf die Webseite LANDMENSCH von Frank Hofmann gestossen und haben die Liste “100+ stickstoffbindende und mehrjährige Pflanzen”  entdeckt. Ein echter Schatz, den Frank Hofmann zusammengetragen hat und einfach so für die Allgemeinheit zur Verfügung stellt!

So haben wir erfahren, dass die Schwarzerle mittels Frankia-alni-Bakterien Stickstoff aus der Luft sammelt und in kleinen Knöllchen am Wurzelwerk einlagert. Das verschafft ihr in Feuchtgebieten mit nährstoffarmen Böden einen entscheidenden Vorteil (deshalb sieht man die Erle meist an Bachläufen und Flussufern). Es bedeutet aber auch, dass die Erle mit gutem Ackerboden hervorragend zurecht kommt, im Herbst die Nährstoffe nicht aus den Blättern abzieht sondern ihr Laub grün und damit nährstoffreich abwirft und damit den Ackerboden düngt.

Innerhalb der Baumreihe haben wir den Zwischenraum von Baum zu Baum zusätzlich mit einer Insektenweide eingesät. Die Bäume mögen es, wenn sie über ihre Wurzeln Symbiosen bilden können mit Luzerne, Rotklee, Sonnenblumen, Dill und Phazelia. Und weil auch im Getreide reichlich Disteln wachsen, war unser Acker den ganzen Sommer über üppig von Insekten aller Art besucht – Bienen, Schmetterlinge, Grashüpfer, Feldgrillen, Marienkäfer….

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Und weil’s so schön war und so leicht von der Hand ging, haben wir hier am Hof gleich noch zwei “Trau”-Hecken angelegt. Am nassen Wiesenrand zum Feldweg hin wachsen nun verschiedene Weiden, Faulbaum, Moorbirke und Traubenkirsche. Und am oberen Wiesenrand steht eine Hecke aus Weissdorn, Schwarzdorn und essbarer Ölweide (auch eine Legominose, die im Sommer köstliche Beeren trägt).

Anlegen einer Hecke aus Ölweide, Weiss- u. Schwarzdorn

Gardening is an act of faith in the future

Diesen Satz haben wir vor Jahren auf einer bunten Bank in einem Gemeinschaftsgarten mitten in einer Großstadt gelesen und er hat uns tief berührt, denn er bringt einen Aspekt des Säens und Pflanzens zum Ausdruck, der nicht offen sichtlich und doch zutiefst darin enthalten ist: Das Vertrauen in eine lebenswerte, gesunde und vitale Zukunft.

Wir haben viel gepflanzt in den letzten Jahren. Obstbäume, Rosenbüsche, Hecken und Ackerbäume. Die meisten werden wohl erst so richtig in ihre Kraft kommen, wenn wir entweder uralt oder schon gestorben sind.
Wir pflanzen, um diesen Platz lebendiger, vitaler, vielfältiger und schöner zu machen. Wir pflanzen, weil wir das Leben lieben und unsere Dankbarkeit dafür zum Ausdruck bringen möchten. Wir pflanzen, weil das für uns starke Medizin ist – Medizin gegen Verzweiflung und Resignation, gegen Wut und Ohnmacht, gegen Gleichgültigkeit und Entfremdung.

Wir pflanzen, weil es pures Glück ist, das Wachsen und Werden zu begleiten und zu erleben, wie all das Gepflanzte und Gesäte Lebensraum wird – für Vögel, Insekten, Reptilien und Wildtiere.

Und nicht zuletzt pflanzen wir auch, weil wir gesunde, unverfälschte, lebendige Nahrung ernten wollen. Lebens-Mittel, die kraftvoll und lecker sind und uns über das ganze Jahr hinweg nähren und mit dem Land verbinden.

Essen ist eine intime Angelegenheit. Wir nehmen Nahrung in uns auf, in uns hinein, zerlegen sie in ihre kleinsten Bestandteile und bauen daraus dann unsere Körperzellen, unseren Leib auf. Ein Wunder, findest Du nicht?

Für uns ist es ein Akt der Eigenliebe, der Wertschätzung für den eigenen Körper, uns mit gesunden Lebens-Mitteln zu versorgen. Und es ist ein Akt der Fürsorge allem gegenüber, auf Lebensmitteln, Heilmitteln, Kleidung und Gütern zu bestehen, die respektvoll und im Einklang mit der Natur erzeugt sind.

Gardening is an act of faith in the future – jede/r einzelne entscheidet bei jedem Einkauf, wie und von wem unsere Erde behandelt wird, ob es auch in Zukunft LebensRaum für Vögel, Insekten, Reptilien und Wildtiere gibt. Ob unsere Flüsse klar und unser Boden fruchtbar bleibt. Ob unser Vertrauen in eine lebenswerte Zukunft berechtigt ist.

 

Permakultur-in-Kürze:
Sorge für den Menschen, sorge für die Erde, teile gerecht und schränke Dich ein.

Eine zweijährige Ausbildung und ein lebenslanger Weg:

Der Weg der weissen Flamme

In vielen Kreisen bin ich schon gesessen, einige Ausbildungen habe ich absolviert. Tanzkreise, Redekreise, Selbsterfahrungskreise, therapeutische Kreise, ausgebildet in 5Rhythmen-Tanz, meditativen Kreistänzen, Energie- und Ritualarbeit.
Ich bin durch’s Feuer gegangen und habe die Heilkraft der indianischen Schwitzhütte erlebt.

Da wohnt schon immer eine tiefe Sehnsucht in mir – die Sehnsucht nach Heilung, nach Erinnerung und Rückverbindung, nach Entfaltung und Lebendigkeit. Diese Sehnsucht hält mich wach und lässt mich immer weiter gehen, neue Räume durchschreiten, meine Flügel immer wieder auf’s Neue ausbreiten.

Vor knapp drei Jahren hat sie mich in die Eifel geführt, zu Désirée und Martin Baierl nach Monreal. Die beiden stehen in der keltischen Tradition und bieten den
“Weg der weissen Flamme” als Ausbildungs- und Initiationsweg an.

Als Flamme bezeichnet man in der keltischen Tradition die Energiezentren, die in der indischen/hinduistischen/buddhistischen Tradition “Chakra” genannt werden.

Die Flammen zu klären und zu heilen ist ein grundlegender Bestandteil der Ausbildung. Wenn alle Flammen ausgewogen und heil sind und in ihrer vollen Kraft strahlen, verwandelt sich unser Lichtkörper in eine weiße Aura – in eine weiße Flamme.

Der Weg der weißen Flamme beinhaltet den Weg des Herdfeuers – die heilkundliche Fürsorge für die, die unserem Schutz anvertraut sind.
Für mich sind das Freunde und Familie, unsere Tiere, die Pflanzenwesen hier am Höllbachhof und der Ort mit seinen Spirits im Besonderen.

Von Anfang an fühlte ich mich gerufen, hier den Platz der “spirituellen Hüterin” einzunehmen und wusste nicht recht, wie. Es war, als müsste ich erst eine fremde Sprache lernen, eine neue Schrift, einen neuen Tanz.

Und dann zeigte sich, dass es eher das Aufnehmen eines “roten Fadens” war, der mein Leben schon immer durchzieht und durchwebt.

Das Besondere an der keltischen Tradition ist für mich, dass es ein Anknüpfen ist an ein spirituelles Erbe, das mich mit meinen eigenen Wurzeln wieder-verbindet. Der Keltische Weg ist für mich die Möglichkeit, in das eigene „alte Wissen“ einzutauchen und den „alten Pfad“ mit meinen Ahnen und der hier beheimateten Pflanzen- und Tierwelt zu gehen.

In der keltischen Tradition ist Spiritualität fundamentaler Teil des Lebens. Natürliche, magische und spirituelle Aspekte des Lebens verweben sich ganz selbstverständlich in allem, was uns umgibt. Alles ist beseelt und lebendig – Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine und Berge, Flüsse und Seen, Wetter und Gestirne.

Keltischen Energiemedizin beschäftigt sich mit der Heilung des Licht- bzw. Energiekörpers, mit der Auflösung von Blockaden (z. B. alte Seelenverträge, vertauschte Lichtkörperanteile).
Als Heiler bereisen wir die Anderswelt und stehen in Austausch und unter Anleitung mit und von den Spirits um Heilung und Harmonie zu wirken zum Wohle aller Wesen.

Wenn Du mehr wissen möchtest über die keltische Tradition, Schamanische Energiemedizin  und den Weg der weissen Flamme, dann schau’ doch auch gerne auf die Webseite vom
Nyfry-Ynstitut Désirée und Martin Baierl

“Und dann meine Seele sei weit, sei weit!
Damit das Leben Dir gelinge.
Breite Dich wie ein Feierkleid
über die sinnenden Dinge”
(Rilke).

 

Von der Kraft der Raunächte

Zwischen den Jahren – so wird die Zeit der Raunächte auch genannt. Die Bezeichnung kommt aus der “Zwischenzeit” die sich aus dem Sonnenjahr (365 Tage) und dem Mondjahr (12 x 28 Tage = 354 Tage) ergibt. Diese Tage liegen ausserhalb der “normalen Zeit”, sie bilden eine Zwischenzeit und damit eine magische Zone. Weder gehören sie zum alten Jahr noch zum neuen und sind doch Teil von beiden.

Diese Zeit “zwischen den Jahren” wurde bereits bei den Kelten besonders geehrt und gefeiert und war spirituellen Belangen und dem Göttlichen gewidmet.

Der alte keltische Raunachtsweg beginnt am 21. Dezember mit der Wintersonnwende. Er beginnt in der dunkelsten Nacht des Jahres. Denn so wie die Samen der Pflanzenwelt im dunklen Schoß der Erde geborgen liegen um zur rechten Zeit geboren zu werden, so wird auch das Licht des Bewusstseins aus der Dunkelheit geboren.

Der Raunachtsweg ist ein Weg der Heilung und Entfaltung. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr gibt es eine so lange magische Zone. Zu keiner anderen Zeit im Jahr sind die Tore zur Anderswelt so lange offen. Daher eignet sich dieses Zeitfenster in besonderer Weise für Heilung, Ver-Wandlung und für die Gestaltung des neuen Jahres. Ich erlebe es als kostbar, mich in dieser Zeit jeden Tag bewußt zu zentrieren, still zu werden, mich auf das Wesentliche zu besinnen. Zu Danken, zu Segnen und zu Fokussieren, worum es im neuen Jahr gehen soll – in meinen Gedanken, meinen Worten, meinem Tun. Ich geniesse diese Dunkelzeit, den nächtlichen Winterhimmel, den Zauber von Mond und Sternenlicht…

Möge es Licht werden.
Mögen alle Wesen in Frieden und Freiheit leben.
Aye.

P.S.: Wenn Du Dich mehr mit diesem Thema beschäftigen willst:
Das Buch “Der alte keltische Rauhnachts-Weg” von Désirée Baierl ist ein besonders kraftvoller Leitfaden durch diese Zeit
und das Buch/Hörbuch von Wolf-Dieter Storl: “Der Zauber der dunklen Jahreszeit” ist ein Fundus tiefen Wissens!

 

Liebe Freunde und Interessierte!

In Gedanken schreibe ich (Elisabeth) regelmäßig Beiträge, in denen ich Euch von all dem erzähle, was hier am Hof lebendig ist, was sich wandelt, in welcher Haltung wir hier sind. Meist, wenn ich im Garten werkle, pflanze, hege und pflege.
Aber dann, wenn ein paar Regentage mir willkommene Gelegenheit für “Drinnen-Arbeiten” verschaffen, gibt es eine enorme Konkurrenz! Ich belege online-Kurse für Pflanzen-Homöopathie, Wild- und Heilkräuterkunde, erledige Buchhaltung und dergleichen. Deshalb landen all meine Gedanken und Erzählungen  viel zu selten tatsächlich in einem Newsletter oder auf unserer Webseite.

Der Winter rückt spürbar näher und damit auch die Gelegenheit, doch öfter mal am Computer zu sitzen….Wir werden sehen 😉

Das Wesentliche vom Hofleben vorab in aller Kürze:

Es geht uns gut, wir haben in diesem Jahr fünf Ziegenmütter mit insgesamt 10 Lämmern – alle gesund und munter.
Garten und Acker beschenken uns mit reicher Frucht – kostbare Lebens-Mittel, die wir mit Dankbarkeit im Herzen ernten.

Ziegenkinder fotografiert von Tatjana Koenig

Die Trockenheit hat auch uns in den letzten Monaten zugesetzt, vor allem unsere Neupflanzungen (120 Erlen auf dem Acker, zwei Hecken hier am Hof) mussten wir mehrmals ausgiebig mit Wasser versorgen. Sie danken es uns mit frischen, grünen Blättern und großer Lebenskraft. Vor allem unsere “Erlenprinzessinnen” auf dem Acker bereiten uns große Freude! (Über Ackerbäume, warum wir uns für Erlen entschieden haben und entsprechende Fotos dann demnächst….).

In den beiden Corona-Jahren haben wir erkannt, dass eine Reduktion im Seminarbetrieb so gut tut! Uns, dem Hof, den Tieren, all unseren Projekten.
Eine Reduktion auf das Wesentliche – für uns ist das die Visionssuche.
Dieses kraftvolle Ritual wollen wir nicht missen und wir erleben immer wieder, wie intensiv dieser Ort mit all seinen Kräften dabei wirkt. So wird es auch im nächsten Jahr mehrmals die Möglichkeit geben, mit erfahrenen Visionssucheleiter/innen bei uns zu sein, der tiefen Sehnsucht zu folgen und sich selbst verbunden mit allem-was-ist zu erleben. (Kurstermine folgen).

Ich (Elisabeth) habe eine zweijährige Ausbildung in keltisch schamanischer Energiemedizin gemacht und im Mai abgeschlossen. Eine kraftvolle Arbeit, die mich an uralte Wurzeln anknüpfen lässt und mein tägliches Leben verwandelt.
(Auch dazu demnächst mehr).

Und wir haben verstanden, dass “Selbstversorgung” auch den heilkundlichen Bereich umfassen sollte. Eine wichtige Erkenntnis aus all den Irrungen und Wirrungen der Corona-Zeit. Mit großer Freude lernen und entdecken wir den “Medizinschrank” der Natur, die Heilkraft all der Pflanzenwesen um uns herum und die beeindruckende Wirkung der Homöopathie.

Wenn wir ein verbales Konzentrat unseres Wirkens hier bilden wollten, so wäre es dieses:

All unser Denken, unsere Taten und unser Wirken dient dazu, diesen Ort zu verlebendigen. Heilsam zu sein. Hüter des Lebendigen zu sein.
Aye!

 

 

 

 

Liebe Freunde und Freundinnen des Höllbachhofes!

Sehr gerne leite ich Euch eine Einladung von Guido Güntert weiter:

Guido Güntert, Initiator von Men.Return

Men.Return – Mann-Sein in einer Welt der Krisen
Eine Hin- und Rückkehr zu einer kraftvollen und liebevollen Männlichkeit.

Es ist die Einladung zu einer sechsmonatigen Entdeckungsreise,
die am 11. Oktober 2022 beginnt.
Unter diesem Link findest Du alle Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung:
https://academy.pioneersofchange.org/o/men-return/

Guido war vor sieben Jahren auf einer Visionssuche hier am Höllbachhof.
Mit Men.Return folgt er einem innigen Herzenswunsch, der als Ruf aus dieser Zeit an ihn erging:

“Meine Visionssuche 2015 endete mit einer schlaflosen Nacht, in der ein Ruf zu mir kam. Am Tag zuvor hatte eine junge Frau über all die unfassbare Gewalt und unsagbare Ungerechtigkeit, die sie in ihrem Leben durch Männer erleben musste, berichtet. Ich war zutiefst erschüttert. Der Ruf, den ich erhielt, ist groß und er begleitet mich seit 7 Jahren – mal lauter, aber meistens leise. Nun ist die Zeit gekommen, den ersten Schritt in Richtung meines Rufs zu setzen: Men.Return!

Wir machen uns gemeinsam auf den Weg – wir das Team von Men.Return zusammen mit allen anderen Männern auf der Reise. Wir wissen, wie wir die Reise gestalten wollen aber nicht, wo sie genau hingeht.
In dem Sinn ist es keine Fort- oder Ausbildung, sondern eine Einladung, neugierig und bewusst zu forschen.”

https://academy.pioneersofchange.org/o/men-return/

 

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Gerne kannst Du diese Einladung auch in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis weiterleiten!

Herzlich: Elisabeth und Stefan

 

 

Wie kostbar Wasser für uns ist – als Lebens-Mittel, Informations- und Energieträger, Heilmittel und Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen – das kann ich hier nicht einmal ansatzweise angemessen darstellen.

Wir leben in einer Region, in der Wassermangel (noch) kein Thema ist. Unser Wasserverbrauch ist immens, Tendenz steigend.  Dazu nur ein paar wenige Zahlen: 3.900 Liter – soviel Wasser verbraucht jeder von uns täglich. 122 Liter davon fließen durch Wasserhähne, Toiletten oder Waschmaschinen. Der größte Teil steckt in Lebensmitteln, Textilien und anderen Produkten, die wir kaufen. Allein die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle verbraucht 2700 Liter Wasser.
Im globalen Durchschnitt sind (lt. Albert-Schweizer-Stiftung) über 15.400 Liter Wasser in nur einem Kilogramm Rindfleisch!

In den letzten drei Jahren haben wir auch in Deutschland erste “Dürreperioden” erlebt – in manchen Regionen hat es wochenlang gar nicht geregnet, die Wälder brannten, der Borkenkäfer breitet sich rasant aus, Mißernten und sinkende Grundwasserspiegel waren auch bei uns plötzlich in den täglichen Nachrichten.

Ein erster Schritt zu einem anderen Umgang mit Wasser ist Bewusstsein. Die Kenntnis davon, wie viel Wasser z. B. für blütenweisses Kopierpapier benötigt wird, für die Erzeugung von Fleisch, für die Nutzung von Toilettenspülungen etc. ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass wir unseren Verbrauch reduzieren können.

Ein zweiter Schritt ist z. B. die Nutzung von Regenwasser. Regenwasser muss nicht erst aufwendig gereinigt werden, es muss nicht erst den Weg durch die Kanalisation und das Klärwerk durchlaufen, bevor wir es verwenden können. Wir können es gleich vor Ort für Toilettenspülungen, Waschmaschinen und als Gießwasser für den Garten nutzen.

Weil wir hier am Hof in den trockenen Sommermonaten unseren Gemüsegarten regelmäßig bewässern müssen, haben wir vor Kurzem die Regenrinnen der großen Scheune so zusammengeführt, dass wir zwei Zisternen mit insgesamt 20.000 Litern Wasser befüllen können. Diese Zisternen sind im Boden vergraben, das Wasser kann mithilfe einer Pumpe über den normalen Gartenschlauch verteilt werden.

An der Idee, auch die Toilettenspülungen im Seminarhaus mit Regenwasser zu versorgen, tüfteln wir bereits…

Wir haben noch enorm Einsparpotential, aber der erste Schritt ist getan 🙂